Code of Conduct
Theater, Kunst und kulturelle Arbeit leben von Begegnung, Vertrauen, Kreativität und Zusammenarbeit. Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Hintergründen, Perspektiven und Identitäten kommen bei uns zusammen, um gemeinsam Projekte zu gestalten. Damit dies gelingen kann, braucht es gegenseitigen Respekt, Offenheit und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Dieser Verhaltenskodex beschreibt die Werte und Grundsätze, die das Miteinander im Blackstage Theater e.V. prägen. Basierend auf dem Code of Conduct des Deutschen Bühnenvereins soll er dazu beitragen, einen Raum zu schaffen, in dem sich alle Menschen sicher, respektiert und wertgeschätzt fühlen können.
Der Blackstage Theater e.V. sowie jedes Mitglied verpflichten sich, den Verhaltenscodex nach bestem Wissen und Gewissen zu befolgen und zum Schutz von Mitgliedern, Freelancern, Partnern und Gästen beizutragen.
Jede Diskriminierung aufgrund von nationaler oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Ideologie, körperlichen oder physischen Beeinträchtigungen oder Behinderungen, Alter, Identität, Sexualität oder sozialem Hintergrund werden grundlegend abgelehnt. Übergriffe jedweder Art, Machtmissbrauch, Mobbing und ähnliche Verhaltensweisen sollen unterbunden werden.
Rassistische, sexistische, antisemitische, faschistische, LGBTQIA+feindliche oder anderweitig diskriminierende Aussagen, Personen, Strukturen oder Institutionen in- und außerhalb des Vereins werden nicht toleriert und sind mit den Werten des Vereins nicht vereinbar.
Ein Bruch mit den Regeln des Verhaltenskodex kann zum sofortigen Ausschluss aus dem Verein führen und in Extremfällen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Folgende Regeln bieten die Grundlage für die genannte Form:
1. Jedes Mitglied verpflichtet sich, in Fällen von Diskriminierung und Gewalt einzugreifen und/oder diese Fälle den entsprechenden Vereinsorganen zu melden.
2. Der Verein und jedes Mitglied sind bemüht, eine offene, konstruktive Kritikkultur zu fördern, in der jedes Mitglied gleichermaßen gehört und respektvoll behandelt wird.
3. Jedes Mitglied bemüht sich, die eigenen Haltungen und Verhaltensweisen kontinuierlich zu reflektieren und gegebenenfalls anzupassen, um eine möglichst harmonische Vereinskultur zu ermöglichen.
4. Der Verein und jedes Mitglied verpflichtet sich, die Vereinsstrukturen soweit möglich von marginalisierenden Elementen zu bereinigen und einen möglichst offenen, sicheren, inklusiven Verein zu schaffen
5. Jegliche Form von verbaler, körperlicher oder angedeuteter Gewalt ist im Umgang miteinander zu unterlassen. Auf der Bühne sind diese Formen nur in Absprache mit allen direkt/aktiv beteiligten Mitgliedern zu erlauben. Der Verein ist sich über die Wirkmacht gezeigter Inhalte bewusst. Jede Form von Gewalt auf der Bühne ist eine bewusste künstlerische Entscheidung und wird kritisch hinterfragt.
6. Jedes Mitglied in Machtpositionen innerhalb des Vereins verpflichtet sich zu einem gewissenhaften Umgang mit Verantwortungs- und Machtpositionen, um Machtmissbrauch zu verhindern. Sie sind sich über die damit einhergehende Verantwortung gegenüber den anderen Mitgliedern und des Vereins bewusst und richten das Verhalten dahingehend aus. Sie tragen eine besondere Verantwortung für das Wohlergehen der ihnen anvertrauten Personen und für die Einhaltung dieses Verhaltenskodexes.
Zu den Machtpostitionen zählen insbesondere der Vorstand, Regiepersonen, künstlerische Projektleitungen, Chor-, Tanz- und Schauspielleitungen sowie Workshopdozent*innen und andere Personen mit organisatorischer oder inhaltlicher Entscheidungsbefugnis.
7. Niemand darf aufgrund einer Meldung von Fehlverhalten oder aufgrund der Unterstützung betroffener Personen benachteiligt, ausgegrenzt, eingeschüchtert oder anderweitig negativ behandelt werden. Der Verein verpflichtet sich, Meldungen ernst zu nehmen und Personen, die zur Aufklärung von Vorfällen beitragen, vor Vergeltungsmaßnahmen zu schützen. Vergeltungsmaßnahmen stellen einen eigenständigen Verstoß gegen diesen Verhaltenskodex dar.
Betroffene Personen oder Personen, die auf etwas aufmerksam machen wollen, können sich per Mail direkt an den Vorstand des Vereins wenden: [email protected].
Alternativ können sich Mitglieder des Vereins direkt an die Mediator*innen oder die Ethikkommission des Vereins wenden.